Es gibt ein Problem, das inzwischen viele kennen: Der Benzingeruch im Fahrzeug oder Kofferraum wird ständig intensiver und spätestens, wenn die Kleider nach längerer Fahrt den Benzingeruch angenommen haben, sinkt die Laune der Angetrauten in den Keller.
Bei einer Ausfahrt über mehrere Tage streikt dann plötzlich die bessere Hälfte, auch weil der Benzindampf sich schon mal etwas benebelnd auswirken kann. Seit den 60er Jahren hat sich nicht nur bei den Autos einiges verändert. Auch das, was wir den Motoren zu Versorgung anbieten, hat einen Wandel hinter sich.
So gibt es inzwischen unzählige verschiedene Benzinsorten mit den unterschiedlichsten Oktanzahlen und Zusätzen. Dazu kommen Additive für Sommer- und Winterbeimischungen.
Die meisten unserer älteren Katzen werden mit dem vermeintlich Besten gefüttert. Was wir aber nicht sicher wissen ist, was diese hochgerüsteten Benzinsorten mit unseren Leitungen machen. Die Metallleitungen verkraften das, aber was ist mit den Gummileitungen, die meist auch schon einige Jahre auf dem Buckel haben? Bei mir ist der Geruch nach Benzin im Kofferraum immer deutlicher geworden und von anderen Kollegen habe ich ähnliche Rückmeldungen bekommen. Es wurde also Zeit, die Sache einmal gründlich in Angriff zu nehmen.
Vorher: Hohlschraube und Auge zur Benzinleitung nach vorne
Nachher: Anschluss Kraftstoffleitung Richtung Motor
Die alten Gummileitungen mit Schlauchschellen sahen eigentlich noch gut aus, aber der starke Geruch ließ nur einen Schluss zu: Irgendwo diffundiert hier das Benzin durch.
Nach einigen Recherchen und Tipps von Walter und Manfred habe ich mich im Rennsportbereich umgesehen. Was dort funktioniert, sollte ja auch im Alltagsfahrzeug taugen. Die Entscheidung fiel also auf PTFE Schläuche mit einer Textilummantelung und den bewährten Aluminium Dash-Anschlüssen.
Die gibt es in den unterschiedlichsten Biegungen, so dass man die Leitung, so wie sie im Kofferraum verlegt ist, einfach nachbauen kann. Bei der Gelegenheit habe ich auch gleich den Kraftstofffilter gegen einen Mehrwegfilter getauscht. Die Kraftstoffpumpe und die Hohlschrauben konnte ich in Verbindung mit neuen Dichtungen weiterverwenden.
Vorher: Hohlschraube und Auge am Tankanschluss
Nachher: Neuer Kraftstoffschlauch mit Tankanschluss Dash 6
Exzellente Unterstützung fand ich bei Herrn Weber in Leutkirch, der mir anhand meiner ausgebauten Leitungen und Anschlüsse alle notwendigen Komponenten zusammenstellte und auch schon vormontierte.
So war der Einbau in kurzer Zeit zu bewerkstelligen.
Das Ergebnis? Fabelhaft, der Geruch ist deutlich weniger. Alle Tankanschlüsse sind dicht, der letzte Rest an Geruch wird wohl mit dem Austausch der Gummiverbindung zwischen Einfüllstutzen und Tank verschwinden. Kleiner Aufwand aber großer Effekt!
Vorher: Einweg-Kraftstofffilter
Nachher: Mehrwegkraftstofffilter mit Anschlüssen neu
Wer also die Diskussionen über den Benzingeruch und leicht miefende Kleider aus dem Kofferraum leid ist, dem rate ich die Umrüstung auf die neuen Schläuche und der DASH-Anschlüsse durchzuführen. Dann bringen auch längere Reisen mit dem Kätzchen wieder Spaß und Freude.
Ich wünsche allen eine schöne und pannenfreie Saison!
Text und Bild: Siegfried Schneberger
Vorher: Benzinpumpe mit Anschlüssen
Nachher: Anschlüsse an der Benzinpumpe im richtigen Winkel
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